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Verarbeitung

FURNIERHOLZ

Allgemein

Alpilignum-Furniere sollten nicht gedreht oder gewendet werden.
Der Alpi-Stempel, der u.a. die tatsächliche Herkunft des Materials aus dem Hause ALPI gewährleistet, ist ebenfalls Indikator für die Oberseite des Furniers und ist immer am Fußende des Furnier-Blocks angebracht. Bitte achten Sie darauf, dass bei Fixmaßen der Stempel stets sichtbar ist und sich immer am gleichen Ende befindet.

Stürzen oder Drehen der einzelnen Blätter führt, wie bei nativen Furnieren, zu Farb-Unterschieden. Prinzipiell befindet sich ggf. anfallendes Reparatur-Papier auf der Unterseite des Furniers und kann bedenkenlos mit verleimt werden.

Verkleben mit Harnstoffleim

Alpilignum kann mit Harnstoffleim mit allen Holzoberflächen verklebt werden. Die unterschiedlichen Oberflächen müssen geprüft und von Fall zu Fall analysiert werden.
Die erforderliche Klebstoffmenge pro Quadratmeter hängt von der Beschaffenheit und Stärke des Untergrunds, der Furnierstruktur (Längsholz, Wurzelholz, etc.), der Furnierstärke und dem Anpressdruck ab.

Wir empfehlen, generell nicht mehr als 150 g/qm Klebstoff bei einem Anpressdruck von 1,5 bis 5 bar zu verwenden. Die empfohlene Temperatur zum Furnieren beträgt zwischen 85°C und 120°C.

Der Klebstoff kann mit organischen oder anorganischen Bindemitteln gemischt werden, um seine rheologischen Eigenschaften zu beeinflussen. Dadurch kann ein Ausbluten durch die Furnierschichten verhindert werden.

Wir empfehlen stets die Beimengung von Pigmenten in derselben Farbe des Furnieruntergrunds.

Produkte mit dem Basisholz Linde sollten mit mindestens 120/140g/qm Harnstoffkleber auf den entsprechenden Träger geleimt werden.

Verkleben mit Vinylklebstoff

Alpilignum kann mit Vinylklebstoff mit allen Holzoberflächen verklebt werden. Die unterschiedlichen Oberflächen müssen geprüft und von Fall zu Fall analysiert werden.

Aufgrund der thermoplastischen Eigenschaften dieses Klebstoffes muss die erforderliche Klebstoffmenge genau nach der Furnierart, dem Untergrund und dem Anpressdruck bemessen werden, um ein unerwünschtes Durchdringen des Klebstoffes zu vermeiden, was beim Schleifen nur schwer zu beseitigen wäre.

Wir empfehlen, zwischen 80 und 100g/qm Klebstoff bei einem Anpressdruck von 1,5 bis 3,5 bar zu verwenden. Die empfohlene Temperatur zum Furnieren beträgt zwischen 60°C und 90°C.

Verkleben mit Schmelzklebstoff

Alpilignum kann mit Schmelzklebstoff wie zum Beispiel Polyolefin, EVA und reaktives Polyurethan mit sämtlichen Holzoberflächen verklebt werden. Die unterschiedlichen Oberflächen müssen geprüft und von Fall zu Fall analysiert werden. Schmelzklebstoff wird in erster Linie zum Verkleben von kleinen Flächen wie zum Beispiel Kanten verwendet. Zur Unterstützung werden automatische Systeme mit mechanischen Klammern verwendet. Die Verwendung anderer Furniersysteme muss durch vorläufige Tests überprüft werden. Es ist jedoch auf alle Fälle empfehlenswert, den Anweisungen des Klebstoffherstellers Folge zu leisten.

Schleifen

Um die Oberfläche von Gebrauchsspuren und Klebstoffspuren zu befreien, muss das Alpilignum-Furnier nach dem Furniervorgang geschliffen werden. Der Schleifvorgang muss in einem Zug mit 120er, 150er oder 180er Schleifpapier oder in Teilschritten mit manuellen oder automatischen Schleifgeräten erfolgen. Wir empfehlen die Verwendung von Schleifpapier mit 100er oder 220er/240er Körnung nur für spezielle dekorative Effekte. Beim Schleifen in Querrichtung mit 120er, 150er oder 180er Schleifpapier darf nur wenig Druck ausgeübt werden. Trotzdem können, vor allem bei Lindenholzfurnieren, Mikrorillen und Oberflächenrisse entstehen.

Lackierung

Wie auch bei allen anderen Holzarten muss Alpilignum mit einem geeigneten Produkt lackiert werden, das in der Lage ist, das Holz bestmöglich zu erhalten und vor chemischer und physischer Zersetzung (Lichtalterung, thermische Zersetzung) sowie vor mechanischen Schäden (Kratzer, Stöße, etc.) zu schützen. Das Alpilignum Furnier kann ohne besondere Probleme mit gebeizt werden, was sogar ausdrücklich, zur besseren Lichtbeständigkeit, empfohlen wird.

Die Lackierung von Alpilignum kann mit allen Produkten und Methoden, die für die Holzbehandlung empfohlen werden, erfolgen. Die besten Resultate erzielt man jedoch mit Produkten, die folgende Eigenschaften aufweisen.

  • - Hohes Maß an Benetzungsfähigkeit
  • - Stark vergilbungshemmend
  • - Hoher UV-Schutzfaktor

Bei Wasserlacken sollte man darauf achten, dass das Produkt eine gewisse Stabilität bei einem sauren pH-Wert (4 bis 6) aufweist, wie das bei speziell für saures Hartholz entwickelten Produkten der Fall ist.

Es ist generell empfehlenswert, den Anweisungen des Lackherstellers zu folgen, und vor dem Lackieren den Lack zu testen.

Sollten Sie hierzu noch Fragen haben, steht Ihnen die technische Abteilung von Alpi jederzeit gerne zur Verfügung. Dieses technische Datenblatt ersetzt alle vorangegangenen Versionen und macht diese unwirksam. Die hierin gemachten Angaben und Empfehlungen wurden aufgrund der aktuell bei Alpi verfügbaren Informationen zusammengestellt. Sie unterliegen im Falle neuer Erkenntnisse oder neuer Produktionssysteme Änderungen. Wir empfehlen dem Anwender, eigenständige Tests in Bezug auf die Eignung dieses Produkts für seine speziellen Zwecke oder Anwendungen durchzuführen.

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Bildübersicht HWB-Alpilignum Kollektion 2017/18

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Bilddarstellung der Kollektion 2017/18

HWB-Alpilignum-Kollektion 2017/18

(137 KB)
Liste der Alpilignum Kollektion 2017/18